Wittenberg 2017

Weg der Versöhnung

Münster 2018

Zweifellos haben die Treffen und die Gebete der Initiative Wittenberg 2017 etwas bewirkt und ausgelöst. Vieles davon ist noch nicht zu sehen. Manches jedoch kommt schon ans Licht. Dazu gehören die erstaunlichen Begegnungen zwischen Repräsentanten der Täuferbewegung und Nachfahren der Katholiken, die im 16. Jahrhundert das schreckliche Regime extremistischer Täufer in der Stadt Münster niedergeschlagen hatten.
Rund um den Deutschen Katholikentag, der dieses Jahr in Münster stattfand, trafen sich aus den USA und aus europäischen Ländern angereiste Mennoniten mit Vertretern des Adels, Katholiken und Evangelischen, um diesen fast 500 Jahre alten Bruch zum Herrn zu bringen. Es gibt dazu auf der Doku-Seite einige faszinierende Berichte: von dem mennonitischen Bischof Lloyd Hoover aus Pennsylvania/USA, von Philippa Prinzessin von Salm-Salm sowie von Mennonit Wolfgang Krauß. Wahrlich spannende Lektüre!

Großartiger Höhepunkt

Das Treffen in Wittenberg von 1.-5.11.2017 war der großartige Abschluss dieser Initiative, die im Jahr 2000 angefangen hat. Die Videos von den Hauptansprachen sind mittlerweile online und vermitteln einen gewissen Eindruck von dem, was dort geschah. Doch vieles geschah in kleinen Treffen (Gebet durch die Nächte) und unzähligen Begegnungen. Verschiedene Berichte und persönliche Zeugnisse werden noch kommen und hier veröffentlicht.

Résumé

Der internationale Leitungskreis der Initiative Wittenberg 2017 veröffentlicht ein Résumé über die bisherigen fünf Treffen und die dabei gemachten Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse. Diese werden wie folgt zusammengefasst:

1. Wir danken für den gemeinsamen „Lernweg“, den die „Initiative Wittenberg 2017“ in diesen fünf Jahren geführt worden ist.
2. Wir ehren Luther als prophetischen Mahner, den Gott der römisch-katholischen Kirche gesandt hat.
3. Wir bedauern, dass Luthers prophetische Botschaft nicht angenommen wurde und dass sein Bischof sie keiner sinnvollen und ernsthaften Prüfung unterzogen hat.
4. Wir trauern über die spätere gemeinsame Geschichte der gegenseitigen Anfeindung.
5. Wir glauben, dass katholische und evangelische Christen den 500. Jahrestag der Reformation gemeinsam feiern können und sollen.
6. Wir schlagen vor, dass wir alle das Gebet Jesu in Johannes 17 beten.

Das Dokument "Rückblick und bisherige Schlussfolgerungen" (4 Seiten) geht ausführlicher auf diese Punkte ein und befindet sich auf unserer Ressourcen-Seite.

Weg damit!

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Die Leiterschaft von Wittenberg 2017 unterstützt aus voller Überzeugung alle Initiativen und Ausdrücke von Reue, Umkehr und Bewusstseinsbildung, die die Notwendigkeit der Entfernung der „Judensau"-Skulptur an der Wittenberger Stadtkirche aufzeigen wollen. Hier sind zwei Beispiele, die sofort unterstützt werden können:

1) die Initiative der Evangelischen Marienschwestern, Darmstadt (siehe deren öffentliches Schreiben)

2) die Unterschriften-Petition im Internet von Dr. Richard Harvey, London (siehe Online-Petition. Dort zum deutschen Text etwas nach unten scrollen!)

Das Wittenberg 2017 Leitungsteam ist sehr froh und dankbar für die Schritte, die hier gesetzt werden. In Zukunft werden wir auf weitere Aktionen hinweisen, die hinsichtlich des Themas "Wittenberger Judensau" eventuell noch entstehen werden.

Ludwig Benecke für das WB2017-Leitungsteam

5. Treffen

Von 14.-18. Juni 2016 trafen sich über 100 Personen in der Leurorea Wittenberg zu Lobpreis, Gebetszeiten, Vorträgen, Gesprächen und einer Exkursion.

Ein ausführlicher Bericht über das letzte Treffen in Wittenberg steht hier zur Verfügung. Wer nicht so viel lesen aber anhand von Bildern einen Eindruck gewinnen will, kann diese "Bild-Version" des Berichts ansehen.